Newsletter 3: Le donne di Isone 1820 – Konzerte am 17. und 19. April 2026

Mit der Unterstützung des jungen Priesters Cesare Trefogli erkämpfen sich die Frauen von Isone die Erlaubnis, in der Kirche zu singen. Ein Ereignis, das nicht nur in der Gemeinde Isone, sondern auch bei der Regierung des Kantons Tessin und beim Bischof von Como für grosses Aufsehen sorgt.

In Lavorgo, einem kleinen Bergdorf mit dem Charme vergangener Zeiten, treffen über 60 Chorsängerinnen und Chorsänger der Chöre DesDes aus Faido und Callìope aus Ascona ein. Die Stille des Abends füllt sich mit Stimmen und Vorbereitungen für die Proben der «Chorischen Suite». Im lebhaften Treiben fällt eine Person sofort auf: Es ist Andrea Cupia, der Dirigent jenes grossen Chores, welcher den Frauen von Isone und ihrer Geschichte eine Stimme geben wird. Bereits im Alter von 14 Jahren leitete er den Chor seines Dorfes, eine Leidenschaft, die später zu seinem Beruf wurde. Nach dem Diplom für Orchester-, Blasorchester- und Chorleitung in Novara und Lugano, erwarb Andrea Cupia das Diplom als Chorleiter: «Die menschliche Stimme fasziniert mich. Sie ist das erste Instrument, das wir lernen. Singen ist etwas Besonderes, das tief berührt.»

Die Idee der «Chorischen Suite» hat ihn von Anfang an begeistert: «Projekte wie dieses sollte es häufiger geben, auch mit anderen Geschichten zu anderen Themen. Es ist anregend, das Repertoire der Chöre um Inhalte wie die Geschichte der „Donne di Isone 1820“ zu erweitern und sich mit einer zeitgenössischen Komposition auseinanderzusetzen, in welcher der Gesang mit dem Wort interagiert. Jedes Projekt, das über die gewohnte Tätigkeit der Chöre hinausgeht und tiefer in den Alltag der Welt eindringt, ist wichtig für das Überleben der Chöre und ihrer Aufgabe. Ein Projekt wie dieses macht uns selbst und dem Publikum klar, dass der Chorgesang mit der Zeit geht, mit der Zeit gehen muss.“

Andrea Cupia ist nicht nur auf die Qualität des Gesangs bedacht, sondern seit jeher auf der Suche nach musikalischen Herausforderungen: „Jedes Mal, wenn ich über dieses Projekt spreche, betone ich, dass die „Chorische Suite“ nicht nur die Geschichte der Frauen unseres Kantons erzählt, sondern auch Episoden aus anderen Kantonen ans Licht bringt. Das macht das Projekt so interessant, es verknüpft einzelne Episoden der Geschichte der Frauen mit der Geschichte des Landes.“ Mit diesen Worten macht sich Andrea Cupia mit den Chorsängern und Chorsängerinnen an die Arbeit, um den zweiten Teil der Komposition auszuarbeiten, in dem der Bischof von Como sein erstes Dekret zurückzieht und damit die Eskalation in der Gemeinde Isone weiter anheizt. Aufführungen von „Le donne di Isone 1820“ zusammen mit anderen Stücken:

  • Isone, Chiesa di San Lorenzo 16. April 2026 20:00 Uhr (offene Generalprobe)
  • Bellinzona, Chiesa di San Biagio, 17. April 2026, 20:00 Uhr (Uraufführung)
  • Mendrisio, Chiesa dei Cappuccini, 19. April 2026, 17:00 Uhr

Freier Eintritt – Kollekte